Kfz-Steuer

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Elektromobilität: Lohnsteuervorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ab 2017

Damit der Anteil der Elektrofahrzeuge im Straßenverkehr weiter steigt, hat der Gesetzgeber die steuerliche Förderung der Elektromobilität verbessert. Konkret ist eine Steuerbefreiung bei der Kfz-Steuer und eine Steuerbefreiung der Vorteile vorgesehen, die Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern im Zusammenhang mit Elektrofahrzeugen gewähren.

Kfz-Steuerbefreiung

Bisher waren reine Elektrofahrzeuge ab der Erstzulassung fünf Jahre lang von der Kfz-Steuer befreit. Dieser Steuerbefreiungszeitraum wurde rückwirkend zum 01.01.2016 für alle bis zum 31.12.2020 erworbenen Elektroautos auf zehn Jahre verlängert. Darüber hinaus wird die zehnjährige Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge auf technisch angemessene, verkehrsrechtlich genehmigte Elektro-Umrüstungen ausgeweitet.

Hinweis: Sofern Sie die Elektro-Umrüstung Ihres Wagens planen, sprechen Sie uns bitte rechtzeitig an, damit Ihnen keine Steuervorteile verlorengehen.

Steuerbefreiung für Vorteile vom Arbeitgeber

Ermöglicht es ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern, ihre Elektro- und Hybridelektroautos kostenlos oder verbilligt im Betrieb aufzuladen, so bleibt dieser Vorteil für die Arbeitnehmer steuerfrei. Dies gilt sowohl für Dienstfahrzeuge als auch für private Fahrzeuge. Und die Steuerbefreiung wird auch dann gewährt, wenn der Arbeitgeber einem Arbeitnehmer eine betriebliche Ladevorrichtung zur privaten Nutzung überlässt.

Wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Ladevorrichtung kostenlos oder verbilligt übereignet, ist der geldwerte Vorteil, der dem Arbeitnehmer daraus entsteht, grundsätzlich als Arbeitslohn zu versteuern. Die Gesetzesänderung ermöglicht es dem Arbeitgeber aber, die Lohnsteuer für diesen Vorteil mit 25 % pauschal zu erheben. Diese Lohnsteuerpauschalierung gilt auch für Arbeitgeberzuschüsse zum Erwerb einer Ladevorrichtung durch den Arbeitnehmer.

Sowohl die Steuerbefreiung als auch die Pauschalierung setzen voraus, dass die Vorteile zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden. Eine Entgeltumwandlung ist nicht begünstigt.

Beide Regelungen sind bis Ende 2020 befristet. Sie gelten für Lohnzahlungszeiträume nach dem 31.12.2016.

Hinweis: Denken Sie als Arbeitgeber darüber nach, eine Ladestation für Elektrofahrzeuge in Ihrem Unternehmen zu installieren, sprechen Sie uns bitte an. Wir prüfen mit Ihnen gemeinsam, welche steuerlichen Konsequenzen sich aus einer Nutzung dieser Einrichtung durch Ihre Arbeitnehmer ergeben.

Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr; BR-Drucks. 523/16

 

Maßnahmenpaket der Bundesregierung zur Überwindung der Konjunkturschwäche

Zur Stützung der Konjunktur als Folge der Finanzkrise und der sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Realwirtschaft hat die Bundesregierung am 05.11 .2008 ein 15-Punkte-Maßnahmenpaket beschlossen. Die meisten Maßnahmen sind für die nächsten zwei Jahre vorgesehen und sollen Investitionen und Aufträge in der Größenordnung von rund 50 Mrd. € fördern. Dabei ist auch eine Reihe steuerlicher Maßnahmen vorgesehen:

Degressive Abschreibung

Ab 01.01.2009 soll die degressive Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter in Höhe von 25 % für Investitionen in den nächsten zwei Jahren wieder eingeführt werden. Es ist zu erwarten, dass die Abschreibung zudem auf das 2,5fache der linearen Abschreibung begrenzt wird (früher 30%, max. die dreifache lineare Abschreibung).
Die degressive Abschreibung beweglicher Wirtschaftsgüter war gerade erst im Rahmen der Unternehmensteuerreform ab 2008 abgeschafft worden. Die Maßnahme war ein wesentlicher Bestandteil der Gegenfinanzierung.

Sonderabschreibung

Zusätzlich soll für kleine und mittlere Firmen die Möglichkeit von Sonderabschreibungen (7 g EStG) erweitert werden. Dies soll durch eine vorübergehende Erhöhung der dafür relevanten Betriebsvermögens- und Gewinngrenzen erfolgen.
Die geplante Ausweitung der Betriebsgrößenmerkmale für bilanzierende Unternehmen von bisher 235.000 € auf ein Betriebsvermögen von 335.000 € und die Verdoppelung der Gewinngrenze für Unternehmen, die ihren Gewinn durch Einnahmenüberschussrechnung ermitteln, von 100.000 € auf 200.000 € sollen die Investitionstätigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen stimulieren.

Handwerkerleistungen

Die steuerliche Berücksichtigung von Handwerkerleistungen nach § 35a EStG soll verbessert werden. Bei Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen wird die Steuerermäßigung ab 2009 auf 20 % von 6.000 € verdoppelt – das sind 1.200 € statt bisher 600 €. Zwei Jahre nach Inkrafttreten wird überprüft, ob die verbesserte Absetzbarkeit eine wirksame Maßnahme zur Konjunkturstützung ist.

Kfz-Steuer

Pkws mit Erstzulassung (Neuwagen) werden ein Jahr von der Kfz-Steuer befreit. Damit soll die Kaufzurückhaltung bis zur Umstellung der Kfz-Steuer auf Emissionsabhängigkeit aufgelöst werden. Für Fahrzeuge, die die Euro-5- und Euro-6-Norm erfüllen, verlängert sich die maximale Steuerbefreiung auf zwei Jahre ab Erstzulassung. Die Regelung gilt ab sofort und endet in jedem Fall am 31.12.2010.

Weitere Einzelheiten zu den einzelnen Maßnahmen werden sich wohl erst aus den konkreten Gesetzentwürfen ergeben. Um eine kurzfristige Umsetzung zu ermöglichen, könnten die steuerlichen Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket herausgelöst und in das bereits laufende Gesetzgebungsverfahren zum Familienleistungsgesetz aufgenommen werden.

Erbschaftsteuerreform:

Koalitionsausschuss hat sich geeinigt

Koalitionsausschuss hat sich vergangene Woche auf die Reform des Erbschaftsteuer- und Bewertungsrechts geeinigt. Zwei der wichtigsten Regelungen betreffen…

  • die Kernfamilie. Hiernach bleibt das vererbte Haus/die Wohnung (sofern bei Kindern nicht größer als 200 m2) steuerfrei, wenn es/sie mindestens zehn weitere Jahre von der Witwe/dem Witwer oder den Kindern des Erblasser selbst genutzt wird.
  • Firmenerben. Hier gibt es für den Erben zwei Optionsmöglichkeiten. Sofern er den Betrieb sieben Jahre fortführt, bleiben von der Besteuerung 85 % des übertragenen Betriebsvermögens steuerfrei. Die Erben bleiben komplett verschont, sofern der Betrieb zehn Jahre fortgeführt wird. Bei beiden Optionen dürfen die Lohnsummen gewisse prozentuale Grenzen nicht unterschreiten. Dies gilt auch für den Anteil von Verwaltungsvermögen am betrieblichen Gesamtvermögen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.